Linux - Info
Warum lohnt sich ein Server für einen kleinen Betrieb?
- Backup-Sicherheit: Dateien liegen an nur einer Stelle und können leicht gesichert werden.
- Es spielt keine Rolle mehr, an welchem Rechner Sie arbeiten, die Dateien sind immer verfügbar, auch wenn ein Client-Rechner mal ausfällt.
- Die Client-Rechner brauchen seltener ein Hardware-Upgrade, weil die Daten ja auf dem Server vorliegen. Wenn dieser mehr Plattenplatz bekommt, profitieren davon alle.
- Durch eine sichere Rechteverwaltung können Sie genau bestimmen, welche Benutzer auf welche Teile Ihrer Daten lesend oder schreibend zugreifen können.
- Die angeschlossenen Drucker können im gesamten Netz benutzt werden.
- Über einen Intranet-Webserver sind alle wichtige Informationen sofort im ganzen lokalen Netz verfügbar.
Auch schon in einem kleinen Firmennetz können Sie mit einem Linux-Server diese Dienste nutzen. Normale, günstige PC-Hardware reicht prinzipiell aus. Durch die Verwendung von Standard-PC-Komponenten können Sie ihren Server günstig genau nach Ihren Bedürfnissen zusammenstellen. Bei Bedarf kann er leicht erweitert oder nachgerüstet werden. Aufwändige Registrierungen und Treiberinstallationen nach Umbauten sind mit Linux nicht nötig.
Für höhe Ausfallsicherheit reicht es, in bessere Hardware-Komponten allein für den Server zu investieren, beispielsweise in ein Hardware-Raid-System. Darin werden mehrere Festplatten redundant zusammenfasst, so dass beim Ausfall einer Platte keine Daten verloren gehen.
Was ist eigentlich Linux?
Entstehung
Linux ist ein Betriebssystem, das ursprünglich Anfang der 90er Jahre von dem finnischen Informatik-Studenten Linus Torvalds geschrieben wurde, weil er sich ärgerte, dass Unix (ein damals vor allem in Rechenzentren verwendetes, sehr leistungsfähiges Betriebssystem), nicht auf seinem 386er lief und minix, eine Unix-Variante für PCs, nicht kostenlos war. Er beschloss, selbst tätig zu werden und eine eigene Unix-Variante zu programmieren. Torvalds begann früh, erste Versionen des Quelltextes im - damals neuen - Internet allen Interessierten kostenlos zur Verfügung zu stellen. In kurzer Zeit sprangen viele Programmierer auf das Projekt auf und es entstand eine weltweite Entwicklergemeinde, die mit großem Interesse Linux größtensteils ohne Bezahlung weiterentwickelt.
Der Begriff Linux umfasste eigentlich nur den Betriebssystemkern, wird aber heute für das gesamte System aus Kern (Kernel), wichtigen Systemprogrammen wie Gerätetreibern, der graphischen Oberfläche sowie den unzähligen Benutzeranwendungen verwendet. Viele Teile haben Ihren Ursprung im akademischen Bereich, einige sind rein aus persönlichem Ehrgeiz entstanden, andere wurden von großen Firmen hinzugefügt.
Freie Software
Linux ist noch immer freie Software. Frei im Sinne von freier Rede, nicht von Freibier, wie die Entwickler betonen. Das bedeutet, dass Linux zwar auch frei verteilt werden darf (es kann ohne Kosten aus dem Internet installiert werden), vor allem aber ist der Quellcode frei. Jeder interessierte darf damit machen, was er möchte. Fehler können prinzipiell sofort von dem, der auf sie stößt, im Quelltext identifiziert und auch behoben werden. Gute Teil-Lösungen aus unterschiedlichen Projekten können ohne Hürden zu neuen Gesamtlösungen zusammengeführt werden, das Rad muss nicht jedesmal neu erfunden werden. Dies führte zu einer sehr schnellen Entwicklung, bei der Kooperation im Vordergrund steht, nicht geschäftspolitische Geheimniskrämerei.
Eigenschaften von Linux
Der sehr weitreichend anpassbare, modulare Aufbau von Linux sorgt für eine hohe Flexibilität, so dass es in großen Rechenzentren, auf Mainframes und PCs bis zu PDAs läuft.
Als Unix-artiges Betriebssystem ist Linux darauf
ausgelegt, viele
Prozesse von vielen Benutzern gleichzeitig verarbeiten zu können, was
es für Server-Funktionen auszeichnet. Ein
klares Rechtekonzept sorgt dafür, dass sich die Benutzer nicht
gegenseitig in die Quere kommen können. Jedoch auch für den
Endanwender ist es gut geeignet. Benutzern stellt sich
die
Linux-Benutzeroberfläche wie jede übliche Benutzeroberfläche
dar. Windows- und Mac-Benutzer kommen leicht damit
zurecht. Zu fast allen Aufgabenbereichen gibt es unter Linux
freie Pendents, die in Funktionälität und Qualität kommerziellen
Progammen kaum nachstehen. Eine Übersicht über die von uns verwendete
deutsche Linux-Distribution
SuSE Linux finden
Sie
hier.
Welche Vorteile bringen mir Linux und Open Source Software?
- Vernachlässigbare Software-Kosten
- Schon mit einem einzigen Linux-Paket (z.B. von SuSE für 79,-€) erhalten Sie das komplette Betriebssystem und alle weiteren nötigen Serverprogramme für File-, Druck-, Backupserver sowie viele weitere Dienste und Programme. Und Sie können mit diesem einen Paket Linux auf beliebig vielen Rechnern installieren. So können Sie zum Beispiel einen Austauschrechner ohne Extrakosten neben Ihren Server stellen
- Sie entkommen der teuren Update-Spirale,
- mit denen große Unternehmen ihre Kunden regelmäßig zu kostenpflichtigen Updates nötigen. Alle wichtigen Programme erhalten Sie kostenlos im Internet. In der Regel ist eine neue Version mit einem kleinen Kommando schnell eingespielt.
- Leichte Erweiterbarkeit
- Ihr Unternehmen wächst und Sie brauchen neue Dienste und Client-Arbeitsplätze? Fast alle möglichen Dienste lassen sich auf Ihrem Server unter Linux einrichten. Neue Clients können Sie einfach anschließen, Lizenzen und Registrierung sind nicht nötig.
- Einhaltung offener Standards
- Anders als kommerzielle Unternehmen, die durch inkompatible Dateiformate und Protokolle ihre Markposition sichern wollen, setzt die Linux-Welt auf offene Standards, die Interoperabilität und Kompatibilität auch weit in die Zukunft garantieren.
- Hohe Zuverlässigkeit
- Linux ist unix-ähnlich als Multiuser/Multitasking-System ausgelegt. Die einzelnen Prozesse kommen sich nicht in die Quere, daher laufen Linux-Systeme, einmal eingerichtet, oftmals Monate oder Jahre nonstop ohne Abstürze. Unternehmen und Behörden haben das erkannt und setzen Linux im Serverbereich und zunehmend auch auf dem Desktop ein. Und sollte ein Dienst doch mal seinen Dienst versagen, reicht es meist, nur diesen Dienst neu zu starten. Das von Windows bekannte ständige Booten des Rechners entfällt.
- Sicherheit
- Linux hat sich als eine sehr sichere Anwendungsplattform erwiesen. Linux-Viren spielen in der freien Wildbahn keine Rolle. Sicherheitslücken, wie sie in jedem Software-Programm auftreten können, haben hier nur eine sehr kurze Lebensdauer, da bei offener Software jeder skeptische Anwender den Quellcode genau untersuchen und gefundenen Fehler sofort beheben kann. Heimliche Hintertüren und Trojaner würden schon nach kurzer Zeit entdeckt. Sicherheit ist ein großes Anliegen der Open Source Entwicklergemeinschaft. Schon eine einfache Installation ist für normale Anwendungszwecke sehr gut gesichert, Linux ermöglicht darüberhinaus eine umfassende Kontrolle über alle Systemfunktionen, Benutzerrechte und im Netz verfügbaren Dienste. Durch die verfügbaren Sicherheitsprogramme, Viren-Scanner, Firewall-Programme, Verschlüsselungstools und Intrusion-Detection-System läßt sich Linux nahezu beliebig sicher aufsetzen.
- Hohe Konfigurierbarkeit und Flexibilität
- Was Sie von Ihrem Linux-System
fordern können, hängt ganz von Ihnen ab. Für eigentlich alle Aufgaben
gibt es Lösungen unter Linux und es bewältigt fast alle Aufgaben problemlos
gleichzeitig. Dank seiner hohen Konfigurierbarkeit läuft Linux
auch auf PDAs und Großrechnern. Die früheren Probleme mangelnder
Treiberunterstützung für Linux haben sich heute größtenteils erledigt,
mittlerweile haben die Firmen das Potenzial des Linux-Marktes
erkannt. Linux ist zu einer beliebten Entwicker-Plattform geworden. Große
Firmen wie SAP, IBM, Oracle, Sun, Amazon, Sixt oder UPS setzen Linux
ein oder bieten Produkte für diese Plattform an.
Selbstverständlich können Sie Linux auch auf Ihren Arbeitsplatzrechnern einsetzen. Die graphische Benutzeroberfläche bietet in vielen Punkten mehr Komfort als Windows. Mit
Sun Starofficeoder
OpenOffice.orghaben Sie ein (auch für
Windows verfügbares) Office-Paket vorinstalliert, dass keinen Vergleich
mit Word/Excel/Powerpoint zu scheuen braucht. Microsoft Office-Dateien
können gelesen und geschrieben werden. Die Benutzung ist nahezu identisch.
Und mit dem Zusatzprogramm Crossover Office können Sie bei Bedarf
sogar das »echte« MS-Office unter Linux installieren.
O³ Linux-Umstiegspaket
Damit der Ein/Umstieg Ihres Serverbetriebs auf Linux so reibungslos
wie möglich vor sich geht, bietet O³ Software das
O³ Linux-Umstiegspaket an.
Weitere Informationen dazu finden Sie
hier.